Stip-Slick im hochbelasteten Trapezgewinde durch Mangelschmierung

Antrieb DiagrammInfolge einer unsachgemäßen Inbetriebnahme einer Produktionsanlage kam es durch Stip-Slick in den Trapezgewindespindeln der Hubgetriebe zu einer Beschädigung der Kugellager. Wir untersuchten im Hinblick auf ein tribologisches Problem.

Bei einer Flächenpressung von über 20 N/mm2 und Kriechen, einer Umfangsgeschwindigkeit von wenigen cm / sec ist die Anwesenheit von
Schmierstoff bzw. das Vorhandensein eines Schmierspaltes notwendig, um Stip-Slick zu verhindern.

Das “gerollt” hergestellte Trapezgewinde TR 80 x 16 hatte eine absolut
“blanke” Gewindeflanken-Oberfläche. Es fehlten “Schmiertaschen” in der Oberfläche. Infolge dessen kam es zum gefürchteten Stip-Slick mit den üblichen schweren Folgeschäden in der Anlage.

Das Drehmomentdiagramm zeigt deutlich die Momentspitzen beim Überwinden der Haftreibung hin zur Gleitreibung – Stip-Slick. (Grafik zum vergrößern anklicken)

Wir haben durch eine Behandlung der Oberfläche der Gewindeflanken dicht
aneinandergereihte Schmiertaschen erzeugen können und haben dann mit einem
Schmierstoff bestimmter cSt-Zahl Stip-Slick verhindert und konnten eine ruhige,
gleitende Drehbewegung sowie eine Reduzierung des Motordrehmomentes von 210 % Motordrehmoment im Stip-Slick auf 110 % Motordrehmoment erreichen – also nahezu eine Halbierung der Motorleistung.

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